Tag 2 - Den Haag und Hamburg
Um 06:30 Uhr hieß es am Dienstag, den 12. Oktober 2010, schon aufstehen - und das in meinem Urlaub. Nichts desto trotz musste ich mich dann fertig machen und frühstücken, um meinen Zug nach Den Haag zu bekommen. Hier gab es dann ein paar Probleme mit dem Zugticket und ich musste letzten Endes ein neues kaufen, da der vorhergesehen Zug gar nicht gefahren ist (tolle Bahn-Logik). Allerdings hatte Derk de Geus, Geschäftsführer von den Paladin Studios, Zeit gehabt, um mich am Hauptbahnhof in Den Haag abzuholen. Von dort aus ging es drei Kilometer bis an das Ende der Innenstadt zum modernsten Büro, dass ich je gesehen habe (von innen). Von außen eher eine unscheinbare Zigarettenproduktionsfabrik (so sollte es auch früher einmal sein), ist es von innen ein Gebäude, dass über 100 Firmen, darunter Filmstudios, Werbeagenturen, Web-Designer und weitere Game Studios, platz bietet. Unter diesen Hundert befinden sich auch die Paladin Studios.
Diese sind ein acht- bis neunköpfiges Team, welches mit Unity Spiele und andere Produkte entwickelt. Damals wurde noch mit Quest 3D gearbeitet, während heute vollends auf Unity umgestiegen wurde. Leider wurde momentan nur an vielversprechenden privaten Projekten gearbeitet - soll heißen, die Programme sind für Kunden und nicht für jedermann. Dennoch habe ich mir dort auch noch einmal die aktualisierte Version von Jimmy Pataya für das iPhone und iPad angeschaut und war begeistert von den neuen Features (Raketen, Helme, Punkte- und Erfolgssystem). Mehr gibt es zu den Paladin Studios nicht zu sagen. Zu dem Dienstag allerdings auch nicht mehr. Die Live Sendung vom Dienstag wird demnächst in einer geschnittenen Fassung nachgeliefert.




Von außen eher ein schlichtes Loft, modern gehalten aber auf den zweiten Blick konnte man ein kleines Unity Logo an einem der Fenster erkennen. Also ging es erst einmal rauf in das erste Obergeschoss. Dort herrschte dann erst einmal ein wenig Unruhe, da keiner so richtig wusste wer ich bin und was los ist, da Joachim Ante zu dem Zeitpunkt in den USA war und eigentlich mein Ansprechpartner sein sollte. Ein paar Minuten später bemerkte mich plötzlich David Helgason. Er wusste, wer ich bin und wie ich ausschaue, also verbrachte er dann die kommenden drei Stunden mit mir.
Das Büro ist in mehrere Teile gespalten. Im ersten Abteil werden die Businessaufgaben erledigt. Soll heißen Sekretäriat, Buchhaltung und Verkauf. Mittelpunkt ist neben der Kantine eine kleine Lounge mit zwei großen Sofas und einer Game Zone. Neben PlayStation 3 und Xbox 360 fand man zum Beispiel auch einen Nintendo Wii vor. Etwas langweiliger, wie David Helgason findet, ist die Programmierecke, welche am meisten Platz nimmt. Langweilig aber nur aus dem Grund, dass man nichts von Unity sieht. Einiges sehen tut man aber in der Demo Abteilung. Hier kümmert sich ein vierköpfiges Team um die Entwicklung der Unity Demos (wie z.B. die Unity Vorschau von der GDC). Zu guter Letzt bindet ein, momentan leeres, Büro das Marketing Team ein.