Deutscher Computerspielepreis
Gestern Abend wurde zum zweiten Mal der Deutsche Computerspielpreis verliehen: Eine Jury aus Branchenvertretern und Politikern kürten die besten deutschen Spiele im Berliner Congress Center, unter den Augen von Staatsminister Bernd Neumann und Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit. „Anno 1404“ von Related Designs gewann gleich zwei Kategorien: Für bestes internationales Spiel und bestes deutsches Spiel erhält Ubisoft 100.000 € Preisgeld.
Der internationale Preis kommt überraschend und sorgte bereits im Vorfeld für heiße Diskussionen: Wie 2009 konnte sich die Jury nicht für eine der Nominierungen in dieser Kategorie entscheiden. Der Grund: zu viele Gewaltinhalte. Selbst das Rollenspiel „Dragon Age: Origins“ war für die Jury zu blutig, deshalb wurde „Anno 1404“ nachnominiert.
Bestes Jugendspiel wurde das Adventure „The Whispered World“ von Entwickler Daedalic und Publisher Koch Media. Den Preis für das beste Browsergame erhielt der Münchener Browsergames-Spezialist Travian Games für „WeWaii“.
Das beste Studentenkonzept „Night of Joeanne“ stammt von der Mediadesign Hochschule Düsseldorf, das beste Konzept aus dem Schülerwettbewerb „GooseGogs“ von der Nikolaus-August-Otto-Schule in Bad Schwalbach. Insgesamt ist der von Bund und Branchenverbänden gestiftete Preis mit 500.000€ dotiert. Die Verleihung fand erstmals im Rahmen der Konferenz Quo Vadis – Deutsche Gamestage statt, die in diesem Jahr 750 Besucher verzeichnete. Eine Übersicht aller Gewinner gibt es auf der Website der Veranstaltung.
Quellen: Golem 1, Golem 2, GamesMarkt 1, GamesMarkt 2, GameStar, MakingGames




